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Märkische Allgemeine Zeitung vom 30. Juli
2002
Rangsdorf beschließt Öffnung des
Bücker-Areals am Tag des offenen Denkmals
Wieder schnuppern in Luftfahrt-Historie
Rangsdorf Auch in diesem Jahr soll es auf dem
Bücker-Gelände in Rangsdorf wieder einen Tag des offenen
Denkmals geben. Am 7. und 8. September laden die Gemeinde Rangsdorf,
der Unabhängige Wählerbund Pro Rangsdorf und der Förderverein
Bückermuseum Rangsdorf auf die einstige Bücker-Flugzeugwerft
ein. Das beschlossen die Gemeindevertreter.
Peter Gleich und Heinz Nätsch (Die Parteilosen Rangsdorf) enthielten
sich der Stimme. Sie sprachen von einem erschreckenden Verfall der
Bauten. Man könne es nicht verantworten, dass Besucher möglicherweise
zu Schaden kämen.
Die Mehrheit der Abgeordneten schloss sich jedoch der Meinung an,
dass das geschichtsträchtige Bücker-Areal eine der wenigen
Attraktionen Rangsdorfs sei und gefährliche Bereiche - wie
auch voriges Jahr - ohnehin von dem Grundstücksverwalter Brandenburgische
Bodengesellschaft (BBG) abgesperrt würden. Die BBG hat ihre
Bereitschaft schon signalisiert, das Konversionsgelände für
den Tag des offenen Denkmals zu öffnen.
Im September 2001 waren die Besucher am Eingang mit Handzetteln
darauf aufmerksam gemacht worden, dass sie die Fläche auf eigene
Gefahr betreten. Trotzdem schreckte das kaum einen ab, denn schon
mittags hatten 400 Interessierte von dem Angebot Gebrauch gemacht.
Ab 1935 produzierte die Rangsdorfer Flugzeugwerft Sport- und Schulungsflugzeuge.
Es gab einen Flugplatz und eine Flugschule. Auch Prominente wie
Heinz Rühmann und Beate Uhse starteten und landeten dort.
Im April dieses Jahres war das Gelände, wo nach dem Krieg sowjetische
Streitkräfte stationiert waren, zum wiederholten Male zum Verkauf
ausgeschrieben worden. Wie Amtsdirektor Hohlstein unter Berufung
auf die BBG informierte, ging auch auf die jüngste Ausschreibung
kein Angebot ein. Die Vermarktungssituation sei problematisch.
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