| Märkische Allgemeine Zeitung
vom 19. Februar 2004 (Zossener Rundschau)
Denkmalschutz sagt „Jein” zu Abrissplänen
RANGSDORF Die Untere Denkmalschutzbehörde
hat den Abriss von drei Gebäuden auf dem alten Rangsdorfer
Flugplatz abgelehnt. ”Dies ist aber keine endgültige
Entscheidung”, sagte Detlef Gärtner, Baudezernent im
Landkreis Teltow-Fläming, gegenüber der MAZ. Der Denkmalschutz
hält an seinem Vorschlag fest, dem Abriss der Sonderbauhalle
und des Sozialgebäudes zuzustimmen, wenn die große Endmontagehalle
stehen bleibt, solange es für sie oder ihren Standort keinen
Investor gibt (MAZ
berichtete). Das habe er gestern der Brandenburgischen
Boden Gesellschaft (BBG) mitgeteilt. Der Baudezernent begründete
die Abrissablehnung bei der Endmontagehalle mit ihrer „europäischen
Bedeutung” als Denkmal, sprach aber zugleich von einer „zugespitzten
Situation”. Daher soll es in den nächsten drei Wochen
ein Krisengespräch zwischen ihm, der Denkmalschutzbehörde
und der BBG bei Landrat Peer Giesecke geben.
Für BBG-Geschäftsführerin Dorette König bleibt
die Lage unverändert: ”Ich sehe aufgrund der Wirtschaftlichkeit
keine Möglichkeit, Änderungen an den Plänen für
ein Gewerbegebiet vorzunehmen.” Die einzige Möglichkeit
sei, dass Gemeinde, Landkreis oder Bücker-Verein Kosten übernähmen.
Am 16. März muss sie dem BBG-Aufsichtsrat den Stand des Projektes
erläutern. Das Gremium würde einem Minus in der Bilanz
nicht zustimmen, so König, die keine Hoffnungen auf ein schnelles
Wiederbeleben des Flugplatzes macht: ”Ich erwarte keine kurzfristige
Entscheidung.”
Aus Sicht des Kreises, so Baudezernent Gärtner, ist der Flugplatz
„kein guter Standort für ein Gewerbegebiet”. Zum
einen führe eine Erschließung durch den Ort, zum anderen
gebe es „genügend Gewerbeflächen” im Kreis,
besonders in der Nähe der A 10.
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