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Märkische Allgemeine Zeitung, 16. Mai 1998
Eine "Jungmeister" am Himmel über der ILA
Die alte Bücker-Maschine wird von Flugkapitän
Erich Reichart gepflegt
Rangsdorf/Schönefeld Seit Jahren gibt
es Kontakt zu Erich Reichart, seit 1993 Flugkapitän im Ruhestand.
Er gehört zu den auch in Deutschland noch zahlreich vertretenen
Haltern und Piloten eines Bücker-Flugzeuges und verfolgt mit großem
Interesse die Aktivitäten des Fördervereins Bücker-Museum Rangsdorf
e. V. Zu seiner Oldtimer-Gruppe in Aschaffenburg -Großostheim gehören
drei Doppeldecker , eine Focke- Wulf Fw 44 "Stieglitz", eine Bücker
Bü 131 "Jungmann" und eine Bücker Bü 133 "Jungmeister". Letztere
mit der Kennung D-BKRB gehört Erich Reichart. Dieses einsitzige
Kunst- und Übungsflugzeug, konstruiert von C. C. Bücker und A. J.
Andersson, wurde aber nicht in Rangsdorf, sondern 1937 in Lizenz
von der Firma Dornier in der Schweiz gebaut. Bis 1968 wurde diese
Bü 133 C bei der Fliegertruppe und dann bis 1980 zivil in der Schweiz
geflogen. Dann erwarb Erich Reichart diese Maschine und restaurierte
sie komplett in neunjähriger Arbeit. Am 3. August 1989 erfolgte
der zweite Erstflug.
Seitdem flog sie bereits bei zahlreichen europäischen Luftfahrtveranstaltungen
, darunter auch bei der historischen Flugschau 1995 in Berlin-Johannisthal
und bei der ILA '96 in Berlin-Schönefeld. Nun ist dieses über Jahrzehnte
beste Kunstflugzeug der Welt mit dem Sternmotor Siemens & Halske
SH 14 A4 Bramo mit 160 PS bei der am kommenden Montag beginnenden
ILA ´98 in Berlin-Schönefeld wieder zu sehen und auch im Flug zu
erleben. So kann überzeugend demonstriert werden, welche Qualität
dereinst in der Bücker-Flugzeugbau GmbH in Rangsdorf produziert,
exportiert und in Lizenz über viele Jahre in anderen Ländern nachgebaut
wurde und sogar heute noch wird. Foto
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