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Märkische Allgemeine Zeitung vom 14. Februar
2002
Anrainer kritisieren Lärmbelästigung
Flugschau feiert zehnten Geburtstag
Schönefeld Bei der Internationalen Luftfahrtausstellung
(ILA), die in diesem Jahr vom 6. bis 12. Mai in Schönefeld
stattfindet, werden die Veranstalter ein kleines Jubiläum auf
dem Airportgelände feiern können: Zehn Jahre ILA in Berlin-Schönefeld.
War die Schau 1992 noch eine Art Pionierveranstaltung, so zählt
sie heute nach den Angaben der Messe Berlin zu den erfolgreichsten
und am schnellsten wachsenden internationalen Fachmessen für
die Luft- und Raumfahrt.
1994 wurden bei dieser Veranstaltung noch 141 000 Besucher und 251
Fluggeräte gemeldet, sechs Jahre später waren es bereits
212 000 Besucher und 316 Flugzeuge. An diesen Erfolg soll mit der
diesjährigen Schau wieder angeknüpft werden. "Wir
rechnen mit 1000 Ausstellern", kündigte Projektorganisator
Norbert Zeglin in der vergangenen Woche vor dem Amtsausschuss Schönefeld
in Diepensee an. Die ILA biete wieder ein Flugprogramm der internationalen
Spitzenklasse. Besonderes Interesse gelte dabei den jüngsten
Entwicklungen auf dem Markt der Verkehrsflugzeuge sowie dem Vergleich
von militärischen Hochleistungsflugzeugen aus Ost und West.
Die Gemeindevertreter der amtsangehörenden Kommunen interessierte
allerdings weniger das Flugschau-Programm als vielmehr der Lärm.
Man steht dem Treiben am Airport skeptisch gegenüber. Immer
wieder seien Versprechen zur Lärmeinschränkung gerade
über die Mittagszeit nachlässig behandelt worden. "Bei
jeder ILA haben wir das Flugvorführgebiet den Erfordernissen
angepasst. Es gibt inzwischen drei statt zwei räumlich begrenzte
Flugvorführgebiete für die unterschiedlichen Bedürfnisse",
beruhigten die Messevertreter. Sie entsprechen den Bedürfnissen
der größeren Flugzeuge, aber auch den militärischen
Flug- und Formationsvorführungen und den lärmarmen Ultraleicht-
und Segelflugzeugen. Die Präsentationen von besonders lautem
Fluggerät sei an den Fachbesuchertagen auf den Nachmittag beschränkt.
Der erste Flugvorführtag fällt genau auf den Himmelfahrtstag.
Räumlich wird sich die diesjährige Luftausstellung in
Richtung Westen ausweiten. Um der steigenden Nachfrage zu genügen,
soll die Ausstellungsfläche durch den Bau einer neuen, temporären
Halle erheblich erweitert werden. Zudem wird die Wegeführung
innerhalb des Geländes neu gestaltet, um die Fußwege
zwischen den einzelnen Bereichen zu verkürzen.
Im Schnittpunkt zwischen den Hallen, Displays und Chalets liegt
die "ILA Plaza", das neue Zentrum der Ausstellung. Ein
zusätzlicher Eingang wird in Nähe des ILA-Bahnhofs eingerichtet.
"Neu wird ebenso ein besonderes "Heli-Zentrum' im Westen
sein. Schließlich erwarten wir mehr als 50 Hubschrauber",
so der Projektorganisator.
An den Höhepunkten für die Flugfans wird noch gefeilt.
An den Publikumstagen wird das Publikumsprogramm durch zusätzliche
Darbietungen von historischem Fluggerät ergänzt. Erstmals
veranstaltet wurde die Schau 1909 in Frankfurt. Sie ist damit die
älteste internationale Aero-Space-Messe der Welt. In diesem
Jahr präsentiert sich die Schau mit einem neuen Internet-Auftritt
unter www.ila-berlin.de.
Zu den Akteuren der ILA 2000 gehörten übrigens auch die
Bücker-Flieger, die vergeblich versucht hatte, in Rangsdorf
Fuß zu fassen. Sie haben es mit ihren historischen Maschinen
zumindest auf der ILA geschafft, das Publikum zu verzaubern. In
Rangsdorf ist das nur einmal gelungen - am Flugtag Ostern 2000.
Die Wiederholung eines solchen Flugtags ist in Rangsdorf soeben
abgelehnt worden. zurück
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