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Märkische Allgemeine Zeitung vom 16. Oktober
2002
VON INTERESSANTEN BESUCHERN UND NEUEN EXPONATEN
IM RANGSDORFER BÜCKER-MUSEUM
"Ein bewegender Rückblick nach 64
Jahren"
Rangsdorf In den letzten Wochen hatte das Bücker-Luftfahrt-Museum
wieder erfreulich viele und vor allem außerordentlich interessierte
Gäste. So war unter anderem eine Gruppe von 60 Mitgliedern
einer Exkursion ehemaliger Piloten, der "Alten Adler"
Gast im Museum. Wohl ausnahmslos alle flogen einstmals als Flugschüler
oder sogar Fluglehrer die Bücker-Typen Bü 131 Jungmann,
Bü 133 Jungmeister und Bü 181 Bestmann. Einer von ihnen,
Günther Biering, schrieb in das Besucherbuch vom Training mit
Bücker-Jungmann und als Gefühl nach dem Museumsbesuch:
"Bewegender Rückblick nach 64 Jahren." Grüße
vermerkte der erste Vorsitzende des Luftsportvereins Vilshofen bei
Passau. Einer der ältesten Teilnehmer der Gruppe war Robert
Mandetzky mit 89 Jahren. Er war unter anderem Flugschüler bei
dem Fluglehrer Hans-Jürgen Uhse, dem späteren Mann von
Beate Köstlin. Es waren schon Experten in Sachen Luftfahrt,
die hier sachkundig die Ausführungen bei der Führung im
Museum verfolgten. Dazu gehörte auch Karl Kössler, früher
beim Luftfahrtbundesamt und ein ausgewiesener Luftfahrthistoriker.
Als eng mit der Luftfahrt verbunden erwiesen sich auch die Mitglieder
einer weiteren Gruppe. Es waren frühere Mitarbeiter aus Betrieben
der DDR-Luftfahrtindustrie in Dresden, Pirna und Ludwigsfelde, die
die moderne Produktion bei MTU in Ludwigsfelde und Rolls-Royce in
Dahlewitz besuchten und außerdem mit der Luftfahrtgeschichte
in der Region durch eine Führung im Bücker-Museum bekannt
gemacht wurden.
Während des Treffens ehemaliger Bücker-Mitarbeiter
fasste der 93 Jahre alte ehemalige Bücker-Chefpilot Arthur
Benitz seine Meinung zur Ausstellung im Besucherbuch wie folgt zusammen:
"Alle Achtung für das gelungene Werk und weiterhin viel
Erfolg!" Die am weitesten gereisten Besucher waren sicherlich
die Nordamerikaner. Dazu gehörte Paul Parker aus Boston, der
in englischer Sprache seinen Eindruck von "einem wundervollen
Museum mit der Ausstellung über die Geschichte der Bücker"
niederschrieb.
Damit die Anziehungskraft des Museums erhalten bleibt, wird die
Dauerausstellung im Rahmen des Möglichen ständig ergänzt,
wenngleich der vorhandene Platz dafür Grenzen setzt. Möglich
sind solche Veränderungen vor allem dank der auch nach dem
Bücker-Treffen weiterhin anhaltenden Unterstützung durch
viele Bürger. Horst Gruban aus Schöneiche, dessen Vater
bei Bücker gearbeitet hatte, übergab die Betriebsordnung
des Werkes von 1936. Ehrenfried Becker aus Glienick trennte sich
von einem Koffer, den "Ostarbeiter" des Bücker-Werkes
gebaut hatten und der jetzt ein Exponat im Museum ist. Von Ernst
Mielert aus Groß Machnow komplettiert ein weiteres Spornrad
einer russischen Maschine die Sammlung. Die Schautafeln konnten
um zwei weitere ergänzt werden, die vom Bücker-Treffen
am 7. September berichten beziehungsweise auf einem Poster die Unterschriften
ehemaliger Bücker-Mitarbeiter tragen. Weitere Fotos für
das Museum wurden von Jürgen Gresitza aus Berlin und von Paul
Skogastad aus Altenmünster zur Verfügung gestellt. Letzterer
war nach dem Krieg mit C. C. Bücker
befreundet und konnte einige Dokumente übergeben. So lohnt
sich stets ein neuer Besuch des Samstag und Sonntag ab 13 Uhr geöffneten
Museums am Rangsdorfer "Seebad-Casino".
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